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Zum dritten Mal organisieren literaturhaeuser.net und das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Medienpartner ARTE ein Stadtschreiberprojekt.
Yakin Bakis – Einblicke: unter diesem Motto wird auch in diesem Jahr wieder ein bilaterales Literaturprojekt veranstaltet. Im Blickfeld befindet sich diesmal die Türkei, die 2008 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein wird. Acht deutschsprachige und acht türkische Schriftsteller werden von März bis Oktober für jeweils vier Wochen als Stadtschreiber in die Gesellschaft des türkischen bzw. deutschen Gastlandes eintauchen. In Internet-Tagebüchern und in deutschsprachigen und türkischen Tageszeitungen werden die entsendeten Autoren über ihre Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen schreiben.
Bereits 2004 fand das deutsch-arabische Stadtschreiber-Projekt Midad statt, 2006 das deutsch-indische Stadtschreiber-Projekt AKSHAR.
Auf der Leipziger Buchmesse wurde das deutsch-türkische Stadtschreiberprojekt 2008 auf dem ARTE Stand vorgestellt.
Videostream zur Veranstaltung am 16.3. auf www.arte.tv.
Zur Yakin Bakis-Website
1. Pressemitteilung als pdf
2. Pressemitteilung als pdf
Pressemitteilung türkisch als pdf
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Willy Puchner „Illustriertes Fernweh”
Ausstellung des Literaturhauses Salzburg vom 18. September bis 13. November 2008
Willy Puchner ist ein Buchhalter der Fantasie. Obwohl er in vielen Ländern, auf allen Kontinenten unterwegs war, weiß er nur zu gut, dass die wahren Reisen im Kopf stattfinden – in der Vorfreude und in der Erinnerung. So schafft er sich in den Materialbüchern seine ganz eigene Welt. Sie sind, wie er sagt, seine „Wohnung auf Reisen”. „In meinen Materialbüchern und Reisenotizen wird die Welt zu einer Sammlung persönlicher Fundstücke, eine Art Patchwork, das sich in Texten, Zitaten, Fundstücken und Bildern darstellt.”
Akribisch notiert Puchner, was ihm angesichts des Fremden auf – und einfällt, er zeichnet, malt, fotografiert und collagiert, sieht jeden Ort neu, mit den staunenden Augen eines Kindes. Und wir, die Betrachter, folgen ihm auf seinen Reisen rund um die Welt: nach Indien und New York, nach Japan und Venedig, ans Meer und in die Wüste. Seine fantastisch-bunten Collagen aus Pflanzen-, Tier- und Menschenbildern, aus Eintrittskarten, Stempeln und Briefmarken, aus Fetzen von Poesie und akribisch notierten Informationen lassen die Zeit wieder auferstehen, als wir noch zu staunen wussten und uns täglich alles neu erschien. Willy Puchner zeigt uns einen Weg aus der Trostlosigkeit des durchorganisierten, berechenbaren Reisens. Seine Materialbücher sind mehr als ungewöhnliche Reiseführer: Es sind subtile kleine Kunstwerke, deren Betrachtung zu keinem Ende kommt.
Weitere Informationen
© Willy Puchner
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Manès Sperber. Ketzer, Renegat, Humanist
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien im Literaturhaus Berlin. In Zusammenarbeit mit den Jüdischen Kulturtagen 2008. 16. September - 19. Oktober 2008
Wie nur wenige andere hat Manès Sperber (1905-1984), der von 1927 bis zu seiner Verhaftung 1933 in Berlin lebte, die Visionen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts durchlebt und beschrieben - als ein "treuer Ketzer", dessen chassidische Erziehung in Ostgalizien ihn mit messianischer Hoffnung auf eine menschenwürdige Welt ausstattete und so den großen Verheißungen der Zeit nahebrachte: der Psychologie und der kommunistischen Ideologie. Doch Sperbers Drang sich einzumischen, dem jedwede Art von Heilsgewißheit fremd blieb, führte nicht nur zur Distanzierung von Alfred Adlers Individualpsychologie, sondern zum unvermeidbaren Bruch mit der marxistischen Partei, den er 1937 mit der "Analyse der Tyrannis" verarbeitete - lange bevor 1951 Hannah Arendts berühmte Totalitarismus-Studie erschien. Noch in seinem Jahrhundertroman "Wie eine Träne im Ozean" (1955) und in seinem Lebensbericht "All das Vergangene" (1977) bewahrte Sperber, der lebenslange Exilant, dem nach 1945 Paris zur Heimat wurde, denjenigen die Treue, die angesichts von Demagogie und Terror aus Gewissensgründen handeln, aber zugleich als Skeptiker scheitern mußten. Und so blieb er, auf seine Weise, auch dem Staat Israel treu, den er, trotz prinzipieller Zweifel, vielmals und mit Bewunderung für die Gründergeneration besuchte. 1975 erhielt Sperber den Georg Büchner-Preis und 1983 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, wo es bei der Verlesung von Sperbers Dankesrede zum Eklat kam. Heute, im 60. Jahr des Staates Israel und beinahe 20 Jahre nach dem Ende der osteuropäischen Diktaturen und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, heute sind es nicht nur die postkommunistischen Sympathien - es sind die alten, aber neu zu stellenden Fragen nach lebenswerten Verhältnissen und den dafür notwendigen demokratischen Strukturen, die eine Auseinandersetzung mit Manès Sperber spannend machen.
Weitere Informationen
Manès Sperber beim „Kongreß für kulturelle Freiheit“ in Mailand, 1955. © Jüdisches Museum Wien
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Gaby Waldek »literatur im gang«
Ausstellung vom 1.7. bis 30.9.2008 im Haus des Buches/Literaturhaus Leipzig
Unter dem Titel »literatur im gang« werden im Haus des Buches/Literaturhaus Leipzig noch bis zum 30. September Autorenporträts von Gaby Waldek gezeigt. Die Leipziger Fotografin arbeitet für verschiedene Medien, u.a. seit vielen Jahren für das Börsenblatt. Die Ausstellung versammelt die interessantesten Porträts aus den Jahren 2003 bis 2008 und gibt damit auch einen Rückblick auf die Veranstaltungshighlights der letzten fünf Jahre im Literaturhaus Leipzig.
Weitere Informationen
Clemens Meyer, Anna Enquist, Tobias Hülswitt und Bora Cosic 2006
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Isolde Ohlbaum. Bilder des literarischen Lebens
Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Zusammenarbeit mit dem Schirmer/Mosel Verlag. 24.9. bis 9.11.2008
Es gibt kaum einen Dichter, Denker oder Gelehrten, den die Münchner Photographin Isolde Ohlbaum nicht photographiert hätte, sie begleitet und dokumentiert das internationale literarische Leben kontinuierlich. Ihr untrügliches Gespür für die Porträtierten und für den »Ort des Geschehens« zeichnen ihre Arbeiten aus. So machen sowohl die ästhetische Dimension ihrer Bilder als auch der Umfang ihres Bildarchivs Isolde Ohlbaum zu einer der wichtigsten Beobachterinnen der künstlerischen und literarischen Szene.
Für unsere Ausstellung haben wir zusammen mit der Photographin 120 Bilder ausgewählt. Die Photos zeigen Größen der Literatur und Autoren der jüngeren Generation, Nobelpreisträger und natürlich auch zahlreiche Münchner Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Dabei sind Elias Canetti, Ilse Aichinger und Peter Handke, Friedrich Ani, Julia Franck und Kenzaburo Ôe, Elfriede Jelinek, Umberto Eco, Ernst Jünger, Siri Hustvedt, Michael Krüger, Doris Lessing, Michael Lentz und viele andere mehr. Die Ausstellung ist eine Bildenzyklopädie des internationalen Geisteslebens und zugleich die Werkschau einer der spannendsten zeitgenössischen Photokünstlerinnen.
Weitere Informationen
Uwe Timm, Herrsching 1991 © Isolde Ohlbaum
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W.G. Sebald. Zerstreute Reminiszenzen
Eine Ausstellung im Literaturhaus Stuttgart vom 22.9.2008 bis zum 1.12.2008
In der Ausstellung sind Bilder und Dokumente rund um die Stuttgart-Rede zu sehen, die Sebald am 18. November 2001 zur Eröffnung des Literaturhauses in der Alten Reithalle hielt. Am 14. Dezember 2001 starb W.G. Sebald bei einem Autounfall in der Nähe von Norwich. Die Eröffnungsrede wurde mehrfach nachgedruckt und 2004 für die Zeitschrift The New Yorker ins Englische übersetzt. Die Ausstellung im Literaturhaus wandert Anfang nächsten Jahres in das Internationalen Literaturhaus Brüssel Passa Porta.
Die Eröffnungsveranstaltung wird von SWR 2 aufgezeichnet. Im Verlag Ulrich Keicher erscheint eine Neuausgabe der Rede mit den Bildern und Dokumenten der Ausstellung.
Weitere Informationen
W.G. Sebald am 18.11.2001, © Heiner Wittmann
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Internationales Krimifestival Hamburg
Vom 2. bis 9. November 2008 zum zweiten Mal vom Hamburger Abendblatt, der Buchhandlung Heymann und dem Literaturhaus Hamburg organisiert
In diesem Jahr holen die Organisatoren für die 25 Veranstaltungen – 10 mehr als im vergangenen Jahr – die „Crème de la Crème” der internationalen und nationalen Kriminalliteratur an 21 Spielorte der Hansestadt.
Die Schwedin Liza Marklund eröffnet in diesem Jahr das Festival, danach geben sich internationale Autoren wie u. a. James Sallis, Håkan Nesser, Richard Stark, Anne Holt, Unni Lindell, Deon Meyer und Simon Beckett die Klinke in die Hand. Die deutschsprachigen Krimiautorinnen und -autoren sind ebenfalls prominent vertreten, u. a. mit Ulrich Wickert, Friedrich Ani, Carmen Korn, Frank Göhre, Petra Oelker, Robert Brack und Friedrich Dönhoff.
Das detaillierte Programm finden Sie ab 1. September unter www.krimifestival-hamburg.de.
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Literatur auf ARTE September 2008
ARTE - Der Medienpartner des literaturhaeuser.net - präsentiert:
Donnerstag, 4.9., 23.55 Uhr
Durch die Nacht mit ... Feridun Zaimoglu und Thees Uhlmann (Magazin, ARTE/ZDF 2008)
Eine Nacht unterwegs in Wales mit dem Musiker Thees Uhlmann und dem Schriftsteller Feridun Zaimoglu
Samstag, 6.9., 22.40 Uhr
Schwarzer Vogel, stilles Kind (Brasilien 2007)
Preisgekrönter Spielfilm nach dem Roman "Campo General" von João Guimarães Rosa
Montag, 8.9., 22.35 Uhr
Werther (Theaterfilm, ARTE/ZDF 2008)
Fernsehadaptation von Goethes Briefroman mit Hannah Herzsprung als Lotte
Europas Erbe - Die großen Dramatiker
www.arte.tv/dramatiker
Sonntag, 7.9., 20.45 Uhr: Auftaktsendung
Montag-Freitag, 8.-19.9., jeweils um 20.15 Uhr
10 Dokumentationen mit Porträts der ausgewählten Dramatiker
Montag, 8.9.: Sophokles
Dienstag, 9.9.: Shakespeare
Mittwoch, 10.9.: Molière
Donnerstag, 11.9.: Schiller
Freitag, 12.9.: Goethe
Montag, 15.9.: Ibsen
Dienstag, 16.9.: Tschechow
Mittwoch, 17.9.: Brecht
Donnerstag, 18.9.: Sartre
Freitag, 19.9.: Beckett
Samstag, 20.9., 21 Uhr: Finalshow live aus Berlin
Donnerstag, 11.9., 23.45 Uhr
Mitten im Leben - Ernest Hemingway (Dokumentarfilm, ARTE/BR 2005)
Porträt über den Schriftsteller und seinen Einfluss auf die moderne Literatur
Montag, 15.9., 0 Uhr
Der Glöckner von Notre Dame (Stummfilm, USA 1923)
Die erste Verfilmung von Victor Hugos Meisterwerk überhaupt
Sonntag, 21.9., 18.15 Uhr
Lorenzo De' Medici: Schriftsteller (Dokumentation, ARTE/NDR 2007)
Porträt des Schriftstellers und Weltbürgers
Montag, 22.9. 21 Uhr
Nur die Sonne war Zeuge (F/I 1960)
Thriller von René Clement nach Patricia Highsmiths "Der talentierte Mr. Ripley"
Donnerstag, 25.9., 21 Uhr
Belle de Jour (F/I 1966)
Luis Buñuels Verfilmung von Joseph von Kessels Roman mit Catherine Deneuve und Michel Piccoli
Freitag, 26.9., 15.25 Uhr
Das Geschenk der Sprachen (Dokumentation, D 2004, WDR)
Über das Phänomen der Zweisprachigkeit in Katalonien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz
Mehr zu Literatur unter ARTE
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